Die nationale Identität des Muslim

  • | Sunday, 6 August, 2017

Die nationale Identität widerspricht nicht der religiösen Identität, solange die nationale Identität nicht dazu führt, die Gebote Allahs zu widersetzen. Wenn ein Muslim die Zugehörigkeit zu seiner Religion, zur Heimat, wo er geboren wurde, oder zu einer Gemeinde, in der er lebt, fühlt, ohne Allahs Bestimmungen zu verletzten, dann ist es nicht verboten, dass der Muslim seine heimatliche Identität achtet und hochschätzt.

Allah sagt im Koran: «Und jene, die vor ihnen in der Stadt wohnten und im Glauben (beharrten), lieben jene, die bei ihnen Zuflucht suchten» (Sure 59:9). In diesem Vers wurde das Wort (Stadt) vor dem Wort (Glauben) erwähnt, was als Hinweis für die Bedeutung der Heimat gilt. Hier ist es auch nennenswert, dass der Prophet Muhammad am Tag seiner Auswanderung nach Medina nach Mekka angeschaut, als sein Volk ihn davon vertrieb, und sagte: „Ich schwöre bei Allah, dass Mekka das Land ist, das ich am meisten liebe. Hätten die Leute mich daraus nicht vertrieben, hätte ich Mekka nie verlassen.“

Obwohl der Prophet in seiner Heimatstadt gefoltert wurde und nach Medina gemäß Allahs Befehl auswandern sollte, war sein Heimatgefühl sehr stark. Daher gibt es im Islam keinen Widerspruch zwischen dem Gefühl der Religions- und dem der Heimatzugehörigkeit.

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