Lebenslauf des Großimams

Geburtsangaben

Der Großimam, Prof. Dr., Ahmad Mohammad At-tayyeb ist am 3. Safar 1365 n. H., datiert vom 06.01.1946 n. Chr. in dem zur Luxor Provinz gehörenden Dorf von Kurna geboren. Er ist in einer guten und adligen Familie aufgewachsen. Sein Vater zählt zu den gelehrten und rechtschaffenen Männern.

Der Großimam ist seine Kindheit lang in seinem Dorf aufgewachsen und hat an der Al-Azhar studiert, was dazu führte, dass er den Koran und  die Grundlagentexte (Mutun) auf der richtigen azharitischen Weise auswendig lernte. Dann besuchte er die Sektion für islamische Philosophie und Theologie an der Theologischen Fakultät in Kairo (Usul al-Din) und erwarb den Hochschulabschluss im Jahre 1969 n.Chr. mit großem Erfolg.

Wissenschaftliche Qualifikationen

- 1969 n. Chr.: Lizentiat in islamischer Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni., Ägypten.

- 1971 n. Chr.: Magister in islamischer Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni., Ägypten.

- 1977 n. Chr.: Ph.D. (Dr. Phil.) in islamischer Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni., Ägypten. 

 

Akademische Laufbahn

  • 1969 n. Chr.: Wissenschaftlicher Assistent in der Abteilung für islamische Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni.
  • 1972 n. Chr.: Assistenzlehrer für islamische Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni.
  • 1977 n.Chr.: Dozent für islamische Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni.
  • 1982 n.Chr.: Assistenzprofessor für islamische Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni.
  • 1988 n.Chr.: Professor für islamische Philosophie und Theologie, Al-Azhar Uni.

Positionen:

Erstens:  innerhalb/ in Ägyptens

  • Dekan der Fakultät für Islamische und Arabische Studien für Männer, in Qina, von 8. Rabīʿ ath-thānī 1411n. H., datiert von 27.10.1990 n.Chr. bis 21. Safar 1421 n.H., datiert von 31.08.1991 n.Chr.
  • Dekan der Fakultät für Islamische Studien für Männer, in Assuan, von 22. Dschumādā ath-thāni 1416 n. H., datiert von 15.11.1995 n. Chr.
  • Dekan derselben Fakultät in der Zeit von 09.11.1997 n.Chr. bis 03.10.1999 n. Chr.
  • Großmufti der Arabischen Republik Ägypten vom 26. Dhū l-Hiddscha 1422 n.H., datiert vom 10.03.2002 n.Chr. bis  Anfang Schaʿbān 1424 n.H., datiert vom 27.09.2003 n.Chr.
  • Rektor der Al-Azhar Uni. von Anfang Schaʿbān 1424 n. H., datiert vom 28.09.2003 n.Chr. bis 04. Rabīʿ ath-thānī 1431, datiert vom 19.03.2010 n. Chr.
  • Scheich der Al-Azahr Al-Sharif  vom Jahr 2010 bis jetzt

Er war ebenso Mitglied an einigen religiösen und geistigen Institutionen.     

 Zweitens: Außerhalb Ägyptens

Er hat an einer Reihe von verschiedenen Universitäten in der islamischen Welt gearbeitet, nämlich:

  • Imam Muhammad bin Saud-Universität in Riyad.
  • Universität von Katar.
  • UAE Universität.
  • Fakultät für islamische Theologie an der  internationalen islamischen Universität  in Pakistan.
  • Zurzeit leitet er den Weißenrat der Muslime, der am 21. Ramadan 1435 n. H. (19. Juli 2014) gegründet wurde  und der auf die Verbreitung des Friedens in den Gesellschaften abzielt.

Wissenschaftliche Aufgaben

Der GroßImam nahm an vielen islamischen und internationalen Konferenzen und Treffen teil:

  • 1977  unternahm er eine wissenschaftliche Reise an der Universität von Paris.
  • 1989 ist er wissenschaftlich an der Universität (Nürnberg)  in der Schweiz eingeladen.
  • 2003 leitete er eine Delegation aus Journalisten und  Parlamentsabgeordneten, um einen Dialog mit dem Deutschen Bundestag, den Medien und dem Kirchenrat in Deutschland zu führen.
  • 2004 nahm er an der Gipfelkonferenz des gegenseitigen Respekts unter den Religionen, die  in New York und Harvard Uni stattfand, teil.
  • 2004 beteiligte er an der Konferenz der Religionen und Kulturen „ Der Mut der modernen Menschheit“, die von der Universität Perugia in Italien veranstaltet wurde.
  • 2004 nahm er an der Konferenz der Kultur und Religionen im Mittelmeerraum, die von der Dritten Universität von Rom organisiert wurde, teil.
  • 2004 nahm er an der internationalen Konferenz der muslimischen Gelehrten in Indonesien unter dem Titel „Der Islam ist Barmherzigkeit für die Weltenbewohner“ teil.
  • 2005 nahm er am 19. internationalen Forum für Frieden, das in Lyon, Frankreich stattfand, teil.
  • 2005 beteiligte er an der internationalen islamischen Konferenz über die Wahrheit des Islams und seine Rolle in der heutigen Gesellschaft, die von der Al-Bayt-Stiftung für Islamisches Denken im Haschemitischen Königreich Jordanien organisiert wurde.
  • Vorsitzender des Ersten, Zweiten und  Dritten Forums  des  Weltverbands der Al-Azhar-Alumni.

Medaillen und Auszeichnungen

  • 2003 erhielt der Groß-Imam im Namen der Al-Azhar-Universität den Preis der islamischen Persönlichkeit vom Sheikh Mohammed bin Rashid Al-Maktoum, dem damaligen Kronprinz von Dubai.
  • 2007 verlieh der König Abdullah II., König des Haschemitischen Königreiches Jordanien, dem Groß-Imam während seiner Teilnahme an der internationalen islamischen Konferenz im Jordanien den erstklassischen Orden der Unabhängigkeit von Jordanien und Mitgliedsbescheinigung in der Al-Bayt Akademie für Islamisches Denken als Anerkennung für seine Rolle im Erklären der Fakten des gemäßigten Islams.
  • 2013 wurde der Imam den Preis „ Die kulturelle Persönlichkeit des Jahres“ unter Betreuung von Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Kronprinz von Abu Dhabi, verliehen.
  • 2014 wurde er in Dubai „Die islamische Persönlichkeit des Jahres“ verliehen.
  • Anlässlich der Auswahl von Kuwait als Hauptstadt der islamischen Kultur im Jahre 2015 wählte Kuwait den Groß-Imam als „Persönlichkeit des Jahres“ aus.
  • 2016 verlieh der Emir von Kuwait dem Groß-Imam das erstklassische Ehrenzeichen von Kuwait als Anerkennung für seine großen Anstrengungen und Bemühungen im religiösen Bereich sowie für seine hervorragenden Leistungen.
  • Februar 2016 wurde er von der Mawlana Malek Ibrahim islamischen Universität in Indonesien dem Ehrendoktortitel verliehen.
  • April 2016 wurde er von der Beni-Suef Universität dem Ehrendoktortitel der Sozialwissenschaften verliehen.

Die wissenschaftlichen Werke

  • Der kritische Aspekt in der Philosophie von Abu Al-Barakat Al-Baghdadi. (arab.)
  • Forschungen in der Existenz und dem Wesentlichen anhand des Buches "Kitab AL-Mawaqif". 1420 H/ 1982 n. Chr. (arab.)
  • Forschungen in der "Ursache und Wirkung" anhand des Buches "Al-Mawaqif', Kairo, 1407 H/ 1982 n. Chr. (arab.)
  • Einführung in die alten Logik, Kairo, Kairo 1407 H / 1987 n. Chr. (arab.)
  • Forschungen in der islamischen Kultur, gemeinsam mit anderen Forschern aus Universität Qatar, Doha, 1993 n. Chr. (arab.)
  • Kommentar über das Kapitel des Gotteswesens aus dem Buch "Tahzeeb al-Kalam", (Verfeinern der Worte) von Al-Taftazani, Kairo, 1997 n. Chr. (arab.)
  • Betrachtungen in der Denkweise vom Imam Abu Al Hassan Al Ash'ari, Al-Quds Al-Arabi Verlag, Kairo 2014 n. Chr. (arab.)
  • Die Ursachen und die Zielsetzungen „Hadith fi al elal Wal maqasid”, Al-Quds Al-Arabi Verlag, Kairo 2014 n. Chr.. (arab.)

Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften

  • Prinzipien der Erkenntnistheorie von Al-Ashaari, Kairo, Ägypten, 1407 H/ 1982 n. Chr. (arab.)
  • Basis der Dialektik bei Al-Ashaara. Eine Forschung veröffentlicht in der Zeitschrift der theologischen Fakultät, Kairo 1987 n. Chr. (arab.)
  • Religiöses Erbgut und Erneuerung (at-turath wat-tagdid) : Diskussionen und Antworten, veröffentlicht in der "Zeitschrift der Fakultät für Sharia (Islamische Gesetzgebung), Jura, Islamische Studien, Universität Qatar, Doha, Qatar1993. (arab.)
  • Bewegungskonzept (mafhuum al-haraka) zwischen der islamischen Philosophie und der marxistischen Philosophie, Kairo, Ägypten. (arab.)

Editionen

  • Edition der Abhandlung (shieh 'adillat al-naql fi mahiat alaql) von Abu al-Barakat al-Baghdadi mit Einführung in französischer Sprache, veröffentlicht in der Zeitschrift des französischen wissenschaftlichen Instituts in Kairo.

Übersetzungen

  • Übersetzung des Buches (Osman Yahya, Histoire et classification de: l'oeuvre d'Ibn Arabi) vom Französischen ins Arabische unter dem Titel: "Mulafat Ibn Arabi: Tarikuha wa Tasnifuha ", Kairo, Ägypten 1992.
  • Übersetzung der französischen Einführungen des Wekes "Al-Mu'jam AI-Mufahras li Alfaz AlL-Hadith Al-Nabawi", veröffentlicht in der Zeitschrift des Forschungszentrums der Sira und Sunna, Universität Qatar, Doha, 1998.
  • Übersetzung des Werkes «Le Sceau des Saints dans La Doctrine d'Ibn Arabi») vom Französischen ins Arabische, unter dem Titel "Al-Wilaya wa Al-Nubua Inda Al Sheikh Mohy El-Din Ibn Arabi, bei Dar Al-Quba Al-Zarka, Marrakesch, Marokko 1998.

 

Präsentierte Forschungen in Symposien und Konferenzen

  • Forschung  mit dem Titel „Studien der Franzosen über Ibn Arabi“, die im Rahmen des "Ersten Internationalen Kongresses der Fakultät (Dār al-ʿUlūm)", Kairo, Ägypten vom 20-22 April1996 gehalten und im Konferenzheft veröffentlicht wurde. 
  • Forschung mit dem Titel „Gesichtspunkte über die der Zwölfer-Schia zugeschriebene Koranverfälschung“, die in der theologischen Fakultät, Kairo, Ägypten 01/05/1997 präsentiert wurde.
  • Forschung mit dem Titel „Ibn Arabi an den ägyptischen Universitäten“, die im Rahmen der Internationalen Konferenz über Ibn Arabi in Marrakesch, Marokko, 1997 präsentiert und später in der marokkanischen Zeitschrift „Afak Magribiah“ in französischer Sprache veröffentlicht wurde.
  • Forschung mit dem Titel „der geschmähte Sheikh Mustafa Abd EL-Rasik), die in einem Seminar über "Sufismus in Ägypten" vom 22/04 bis 29/04/1998 am Institut der arabischen Welt „LIMA“ in Paris, Frankreich, präsentiert wurde.
  • Forschung mit dem Titel „Notwendigkeit der Erneuerung“, die im Rahmen des Internationalen Kongresses des Obersten Rat für Islamische Angelegenheiten in Kairo, Ägypten. vom 31/05 bis 03/06/2001 gehalten wurde.

 

Aktivitäten des  Großimam in Ägypten

Der Großimam führte Entwickelungen in Al-Azhar im Allgemeinen, indem er  neue Körperschaften gründen ließ, um die Rolle von Al-Azhar in der Gesellschaft zu aktivieren. Dazu gehören:

  • Einrichtung des Al-Azhar-Medienzentrums um eine starke Präsenz der Al-Azhar in den Massenmedien zu fördern
  • Errichtung des Al-Azhar-Observatoriums in Fremdsprachen, das dafür sorgt, das Bild des Islam, der Al-Azhar und Muslime in der Welt sowie die terroristischen Bewegungen zu beobachten
  • Gründung des Al-Azhar-Dialogzentrums, um die Entwicklungsstufen des Dialogs mit den Menschen verschiedener Sekten und Religionen im Osten und Westen zu untersuchen
  • Gründung des internationalen Vereins für Al-Azhar-Alumne im Jahre 1428H (2007)
  • Eröffnung neuer islamischen Fachrichtung in azharitischen Abitur-Institute im 2010 in zehn Provinzen, neben den geistigen und naturwissenschaftlichen.
  • Beiträge zur Unterstützung des islamisch-islamischen und islamisch-christlichen Dialogs.
  • Entwicklung des azharitischen Curriculum.
  • Errichtung des ägyptischen Familienhauses im Jahr 2010, um die Beziehung zwischen Al-Azhar und der ägyptischen koptischen Kirche zu verstärken. Im ägyptischen Familienhaus gibt es muslimische Gelehrte, koptische Kirchenmitglieder, Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen sowie eine Reihe von Denkern und Experten.
  • Gründung des ägyptischen Hauses für Zakat und Almosen im September 2014, dessen Ausgabenziele von dem Großimam selbst betreut werden.
  • Verwirklichung der Rolle der Al-Azhar als sanfte Kraft Ägyptens auf offizieller Ebene, indem der Großimam hochrangige Beamter, Ministerpräsidenten, Außenminister, Staatsoberhäupter zahlreicher Weltländer, viele regionale und internationale Delegationen und Persönlichkeiten zu empfingen pflegt.

 

Leistungen des Großimam im Bereich von Fatwa und Aufruf zum Islam:

  • Organisierung Trainingskurse für Imame und Prediger aus Ägypten sowie aus der islamischen Welt
  • Organisierung Trainingskurse für Wissenschaftler und Forscher in der Al-Azhar-Moschee und in ihren kleinen Bildungskreisen (Ruwaq), bei denen es um die Erneuerung des religiösen Denkens und Diskurses handelt
  • Hochschätzung der Rolle der Frau im Bereich der Da'wah (Aufruf zum Islam)
  • Errichtung des Al-Azhar-Zentrums für elektronische Fatwas.
  • Verbesserung und Erneuerung des azharitischen Curriculums
  • Wiedereröffnung der traditionellen kleinen Bildungskreise (Ruwaq) in der Al-Azhar-Moschee (als Fortbildungskursen), die die spezialisierten Azhar-Professoren betreuen
  • Begründung des Versöhnungsausschusses, dessen Aktivitäten innerhalb und außerhalb Ägyptens sind, um die Sicherheit, Stabilität und das Blut der Menschen zu schützen
  • Bewusstseinsförderung innerhalb Ägyptens und Festigung der Bedeutung von Al-Azhar in den Herzen; Er besuchte beispielsweise die Kairoer Universität am 12.01.2016, um über die aktuellen Jugendfragen zu referieren, ihre Fragen zu beantworten und die falschen Vorstellungen vieler junger Menschen zu korrigieren, damit sie von deren Einflüsse befreien werden können.

Die Aktivitäten des Großimams im Ausland

  • Gründung des Weisenrates der Muslime im Juli 2014. Er gilt als erste eigenständige internationale Organisation, die auf die Förderung des Friedens in der islamischen Welt abzielt. Zu den wichtigsten Leistungen des Weisenrates unter der Führung des Großimam gehören:
  • Entsendung der islamischen Friedensdelegationen zu zahlreichen Ländern in verschiedenen Kontinenten Amerikas, Asiens, Europas und Afrikas mit dem Zweck: Förderung des Friedens in den Gesellschaften, Verbreitung der Kultur der Toleranz und des Zusammenlebens, Förderung des Dialogs und Zusammenlebens unter den Anhängern der verschiedenen Kulturen und schließlich Entlarvung der Falschheit des Terrorismus.
  • Besuch in Großbritannien im Juni 2015 und Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen mit dem Zweck zur Förderung der Harmonie und des Dialogs unter den Religionen. Der Plan des Besuches umfasste Folgendes:
  1. Treffen mit Jastin Welby, Erzbischof von Canterbury, der mit dem Großimam die Fortsetzung der Kooperation zwischen der Kirche in England und Al-Azhar in Kairo diskutierte, mit dem Zweck zur Förderung des Zusammenlebens und Dialogs zwischen den Religionen.
  2. Halten einer Rede vor dem britischen Oberhaus, in dem er auf die Geschichte von Al-Azhar und deren Gründung seit über 1000 Jahre sowie auch auf die Pläne der al-Azhar zur Verbreitung der Friedenskultur einging.
  3. Treffen mit dem Prinz Charles, Thronfolger des Großbritanniens. Der Großimam besprach mit ihm, wie praktische Schritte für die Aufklärung der Jugendlichen und die kommenden Generationen über die Notwendigkeit der Akzeptanz der anderen und der Toleranz unter den Anhängern anderer Religionen eingeleitet werden.

 

  • Teilnahme des Großimam, als Leiter des Weisenrates der Muslime, im Juni 2015 an der Konferenz in Italien unter dem Titel „Ein Treffen der Weisen aus dem Osten und dem Westen zum Kulturdialog“
  • Reise nach Indonesien im Februar 2016 und Halten einer internationalen Rede für Muslime in aller Welt mit dem Ziel, die Werte der Mäßigung, des Friedens, der friedlichen Koexistenz zwischen Gesellschaften und der Ablehnung von Gewalt und Terrorismus zu fördern.
  • Reise nach Deutschland im März 2016. Dazu gehören viele Aktivitäten :
  1. Halten einer internationalen Rede im Bundestag
  2. Besuch der historischen Halle des Friedens und Halten einer Rede, in der er alle dazu aufrief, Kriege und anhaltende Konflikte zu stoppen. Ferner betonte er, dass der Frieden zwischen den Völkern mit dem Dialog der Religionen beginnen soll
  3. Besuch der Universität Münster und Halten einer Rede über den Frieden

 

  • Reise nach Nigeria im Mai 2016 und Treffen mit einer Reihe von hochrangigen Wissenschaftlern und Vertretern der nigerianischen Gesellschaft
  • Reise nach Vatikan im Mai 2016, Treffen mit dem Papst im päpstlichen Hauptquartier und Vereinigung darüber, eine Konferenz für Weltfrieden in Kairo abzuhalten
  • Besuch in Frankreich im Mai 2016, um die zweite Runde des Dialogs zwischen den Weisen aus dem Osten und dem Westen zu leiten
  • Besuch in Tschetschenien im August 2016, um sich mit dem tschetschenischen Präsidenten, religiösen und exekutiven Führungskräften zu treffen
  • Besuch in Deutschland im Mai 2017, um an der Feier der "Religiösen Reformbewegung in Europa" teilzunehmen, die die protestantische Kirche anlässlich des 500. Jahrestages veranstaltete. Der Großimam hielt dabei eine wichtige Rede über Toleranz und friedliches Zusammenleben
  • Besuch in Saudi-Arabien in Mai 2017 zur Beteiligung am Forum "Mūġaridūn", in dem der Großimam in seiner Rede über „Den Hass und Extremismus und deren Auswirkungen auf die Jugend“ eine bedeutende Botschaft an die arabische und muslimische Jugend richtete
  • Besuch in Vereinigten Arabischen Emirate in Juli 2017 zur Leitung der Sondersitzung des Weisenrates der Muslime mit dem Zweck, sich auf die zionistischen Angriffe gegen die gesegnete Al-Aqsa-Moschee einzugehen.
  • Besuch in Deutschland in September 2017 zur Teilnahme an einer Konferenz über den globalen Frieden unter dem Namen „Die Mittel zum Erlangen des Friedens“, in der seine Eminenz wichtige Rede über den interreligiösen Dialog, die Bekämpfung des Extremismus, und Einprägung der Grundlagen der Toleranz und des gemeinsamen Zusammenlebens hielt
  • Besuch in der Schweiz in Oktober 2017 zur Leitung der dritten Runde des Dialogs zwischen dem Osten und dem Westen
  • Besuch in Italien in November 2017 zur Mitwirkung an der dritten Runde des Dialogs zwischen dem Osten und dem Westen unter dem Titel „Orient und Okzident. Dialoge der Kultur“. Seine Eminenz hielt darin eine bedeutende Rede über den interkulturellen Dialog und die Verstärkung der Friedensgrundlagen. Er traf sich ebenso mit dem Papst Franziskus, Papst des Vatikans, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zur Verbreitung der Friedens- und Zusammenlebenskultur zu koordinieren. Im Rahmen des Besuches traf er außerdem den italienischen Ministerpräsidenten, Paolo Gentiloni.
  • Besuch in Portugal am 14. März 2018 auf Einladung des Präsidenten Marcello de Souza, Treffen im Präsidentensitz in Lissabon mit dem portugiesischen Präsidenten und dem Parlamentspräsident, Eduardo Ferro Rodríguez, sowie dem Außenminister, Augusto Santos Silva, Besuchen der katholischen Universität in Lissabon, wo er eine Rede zum Thema „Die Frage der religiösen Werte und die Krise der zeitgenössischen Gesellschaften“ hielt.
  • Besuch in Mauretanien am 17. März 2018, wo er mit dem mauretanischen Präsidenten Mohamed Ould Abdel-Aziz und dem mauretanischen Ministerpräsidenten Yahya Ould Hamdin im Präsidentensitz zusammentraf und Unterzeichnung eines Kooperationsprotokolls zwischen der Al-Azhar-Universität und der Universität für Islamische Wissenschaften in Mauretanien bezeugte.
  • Besuch in Indonesien am 30. April 2018, bei dem er mit dem indonesischen Präsidenten Goku Widodo und dem Vizepräsidenten der Republik Mohamed Yousuf Kalla zusammentraf.
  • Besuch in Singapur am 3. Mai 2018, bei dem er im Präsidentenpalast mit dem Präsidenten der Republik, Halima Yaqoub, und dem Premierminister von Singapur, Herrn Teo Chi-hain, zusammentraf, indem er eine Rede anlässlich des 50. Jahrestages des Islamischen Rates hielt. Dabei ging es um die Rolle der Religion zur Vereinigung der Nationen.
  • Besuch in Sultanat von Brunei am 5. Mai 2018, bei dem er mit dem Präsidenten  Hassanal Bolkiah  zusammentraf und eine Rede über "Herausforderungen der islamischen Ummah in der Auseinandersetzung mit dem Terrorismus" in Anwesenheit aller Minister und hochrangigen Staatsmänner des Sultanats hielt.
  • Besuch im Vereinigten Königreich am 12. Juli 2018, um an den Aktivitäten des "Jugendforums für Friedensstifter" teilzunehmen, das von Al-Azhar in Zusammenarbeit mit dem Weisenrat der Muslime und dem Erzbistum von Canterbury organisiert wurde, und er traf sich bei seinem Besuch mit der Königin Elizabeth II. Von Großbritannien.

Leistungen des Groß-Imam im Kampf gegen Extremismus und Terrorismus:

Zusätzlich zu seinen obengenannten  Leistungen dazu, die Kultur des Friedens zu fördern, unternahm seine Eminenz, der Groß-Imam, folgendes:

  • Die erste internationale Konferenz zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus im Dezember 2014 zu veranstalten, indem er dazu Vertreter aus 120 muslimischen Ländern, "Sunniten und Schiiten", Christen und anderen Sekten eingeladen hat, um eine einheitliche Position gegen Extremismus und Terrorismus herauszufinden.
  • An der im Februar 2015 in Mekka abgehaltenen Konferenz zur Terrorismusbekämpfung teilzunehmen.
  • Sich an der im November 2015 in Luxor unter der Schirmherrschaft des Obersten Rates für Islamische Angelegenheiten abgehaltene Konferenz zu der Erneuerung des religiösen Diskurses zu beteiligen.
  • Der Groß-Imam zögert sich nicht bei jeder Gelegenheit, die Irreführung und die Sündhaftigkeit der Terroristen des IS zu verdeutlichen, die die Religion als Deckung nehmen, um ihre falschen Auslegungen für die Texte der Religion zu verbreiten. Seine Eminenz bestätigt, dass der folgende Koranvers solche Terroristen betrifft: „Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), dass sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe:“(5:33)

Kreative Ideen des Groß-Imam

Ausgehend von Wichtigkeit der azharitischen Institution und von der gegenwärtigen heiklen Zeitepoche ließ der Großimam neue Ämter und Organisationen begründen, um die Bemühungen der Azhariten anzuregen. Dazu gehören:

  1. Der internationale Verein für Al-Azhar-Alumni
  2. Das ägyptische Familienhaus
  3. Neue  islamische  Fachrichtung in azharitischen Abitur-Instituten
  4. Haus für Zakat und Almosen
  5. Der Weisenrat der Muslime
  6. Al-Azhar Observatorium für Bekämpfung des Extremismus in Fremdsprachen
  7. Die Wiedereröffnung der traditionellen Bildungskreise in der Al-Azhar-Moschee
  8. Institut für islamische Studien
  9.  Die höhere Kommission für Aussöhnung
  10. Die Gruppen der Erneuerer
  11. Die Förderung der Gerechtigkeit in Al-Azhar-Institutionen.