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Gefahr des Rechtsextremismus für die Muslime in Deutschland
Sameh Eledwy
/ Categories: Artikel

Gefahr des Rechtsextremismus für die Muslime in Deutschland

     In dem letzten Jahrzehnt ist Rechtsextremismus zu einem enormen Phänomen weltweit geworden, so dass es die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungen und Beschlüsse mancher Staaten mitwirken bzw. beeinflussen kann. Rechtsextremismus umfasst politische Bestrebungen, Personen und Organisationen, die Rassismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und weitere Diskriminierungen aufgrund der Staatszugehörigkeit, der Rasse, der Religion und der Farbe vertreten. Demnach ist Rechtsextremismus ein Sammeldach für Verbreitung des Hasses den Anderen gegenüber im Allgemeinen und somit bildet er ernste Gefahr für die Stabilität und Zusammenhalt der Vielfalt der Gesellschaften. Islamfeindlichkeit steht so im Zentrum des Rechtextremismus, da darin versammelten sich manche Elemente der Verbreitung des Hasses den Anderen gegenüber; viele Muslime in Europa kommen mit anderen Farben aus anderen Rassen und Staaten.
Dieses Phänomen ist besonders gefährlich, wenn es um Deutschland geht, da Deutschland die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union (EU) und nach den USA, China und Japan die viertgrößte der Welt ist. Außerdem leben in Deutschland etwa fünf Millionen Muslime. Wenn Rechtsextremismus lange Geschichte in Deutschland hat, ist er aber zu einem wirkenden Phänomen sowie ernste Gefahr für die in Deutschland lebenden Muslime nach dem Ausbrechen des arabischen Frühlings im Jahre 2011 und dem Beginn der Flüchtlingsströmen nach Europa, deren Höhepunkt im Jahre 2015 war, indem Deutschland den größten Teil der Flüchtlinge in Europa aufgenommen hat.
Solche Entwicklungen auf der Bühne der internationalen Politik wurden gefolgt von dem Auftreten  rechtsextremistischer Bewegungen in Deutschland wie  "Identitäre Bewegung", die in Deutschland im Jahre 2012 begründet wurde, und "Pegida-Bewegung" im Jahre 2014, also Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, die vor allem darauf abzielen, „die Islamisierung Europas“ zu  bekämpfen. Der Höhepunkt des Sieges des Rechtextremismus in Deutschland gab es im Jahre 2017, als die rechtsextremistische AfD Partei (Alternativ für Deutschland), die im Jahre 2013 gegründet wurde, 12,6 % der Wählerstimmen und 94 Sitze bei der Bundestagswahl 2017 erhielt. Seitdem stellt die AfD die drittstärkste Fraktion im deutschen Bundestag. Solche Gruppierungen pflegen immer Hetze und Feindlichkeit gegen die Muslime zu verbreiten. Sie sehen den Islam als „fremde Religion“ an, die mit Europa und Deutschland unvereinbar ist. Und sie verbreiten auch, dass der Islam Europa im Lauf der Zeit überfremden solle, deshalb solle man dieser Herausforderung begegnen.  
Die Gefahren der rechtsextremistischen Gruppierungen und Personen und deren Kampanien gegen den Islam und die Muslime sind klar aus den Statisten der Übergriffe gegen die Muslime in den letzten Jahren zu entnehmen:   Es gab im Jahr 2017 in Deutschland mindestens 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen wie Moscheen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vorliegt. Dabei wurden 33 Menschen verletzt, wobei im Jahre 2018 40 Menschen bei islamfeindlichen Übergriffen verletzt worden.   Auch sprechen viele Meinungsstatisten in den letzten Jahren davon, dass mehr als die Hälfte der Deutschen den Islam als Bedrohung ansehen, obwohl Studien zufolge die meisten Muslime in Deutschland gut integriert sind und sich dem Land eng verbunden fühlen.
Solche Angaben und Statisten zeugen von den großen Gefahren des Rechtsextremismus für die Muslime in Deutschland. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass der Verfassungsschutz laut einem Medienbericht im letzten April vor einer wachsenden Gefahr durch gewaltbereite Rechtsextremisten in Deutschland gewarnt hat.
Die Konfrontation mit diesem gefährlichen Phänomen ist demgemäß auf allen Ebenen notwendig geworden. Auf der politischen Ebene soll Verbreitung aller Arten der Feindlichkeit den Anderen gegenüber, vor allem Islamfeindlichkeit als Straftat betrachtet werden, besonders nachdem sie zu großem Terrorakt in Neuseeland führte, bei dem 51 Muslime bei dem Freitagsgebet ums Leben gekommen sind. Die Massenmedien sind sich davon zu distanzieren, die Vorurteile gegen die Muslime, die Vorwürfe und die Reden der Rechtsextremisten zu verbreiten. Hervorzuheben ist es, dass Studien allerdings belegen, „dass 60 bis 80 Prozent der Beiträge in der deutschen überregionalen Presse und in öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern den Islam im Kontext körperlicher Gewalt oder anderer negativer Themen wie Terrorismus, Frauenunterdrückung, Fanatismus, Fundamentalismus und Rückständigkeit thematisieren“. Auf religiöser Ebene soll die Rede von dem Respekt und Toleranz den Anderen gegenüber und Akzeptanz der Vielfalt der Gesellschaften herrschen.
Im Großen und Ganzen ist der Rechtsextremismus stark zu bekämpfen, genauso wie islamistischen Terrorgruppen, da die beiden die unschuldigen Menschen überall bedrohen. Denn „Die Geschichte macht klar, dass religiöser wie nationaler Extremismus und Intoleranz in der Welt, sowohl im Westen als auch im Osten, etwas hervorgerufen haben, was man als Anzeichen eines “ Stückweisen Dritten Weltkriegs bezeichnen könnte“, wie "Dokument der Brüderlichkeit aller Menschen" bestätigt.
Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass Al-Azhar aller Mühe darum gibt, die religiösen Behauptungen der islamistischen Terrorgruppen zu entkräften, die manche Rechtsextremisten als Rechtfertigung für Verteufeln der Muslime verwenden, und zur gleichen Zeit die Ideologien der Rechtsextremisten zu kämpfen, indem er zu Toleranz, friedlichem Zusammenleben, Respekt und Akzeptanz des Anderen aufruft.
 

 

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